Joanna Newsom, Monkey & Bear

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4 Kommentare zu “Joanna Newsom, Monkey & Bear

  1. Hm, Björk … mir unerträglich! Ich denke lieber an Grace Slick von Jefferson Airplane. Aber ich verstehe schon Deine Umschreibung, ja, so kann man’s sehen! Es macht Spaß, finde ich auch. Manchmal kommen so Entdeckungen über das Radio – allerdings scheint mir, dass Deutschlandradio Kultur (einer meiner drei Haussender) nur drittklassige Musik spielt und herausragende Künstler wie z. B. die mir bis gestern gänzlich unbekannte Joanna Newsom böswillig oder aus Ignoranz (ich darf ignorant sein, da ich kein Musikredakteur bin) aussperrt.
    In diesem Fall stieß ich selber im Internet darauf, und das kam so: Ich hatte mir aus der Bibliothek im Nachbardorf eine CD von Cibelle ausgeliehen (The Shine of Dried Electric Leaves), sah ein sehenswertes Video von ihr und Devendra Banhart und war neugierig, wer dieser Vincent Gallo-Lookalike ist – laut Wicki ein Vertreter der „New-Weird-America-Bewegung”, ebenso wie … Es folgten ein paar Namen, und als erster der von Joanna Newsom. Aha, dachte ich, guck ich doch mal, und entschied mich, wegen des Titels, für Peach, Plum, Pear, das sie mit einer (nicht unangenehm!) quiekigen Kate Bush-Intonation singt. Ja, so kam das.

  2. An Kate Bush dachte ich da auch. Außerdem erinnert sie mich stark an Fiona Apple – da J.N. und ich gleichaltrig sind und man in diesem Jahrgang einfach nicht um drum herum kam, sich mit 17, 18 mit Fiona Apple auseinanderzusetzen, steht mir dieser Vergleich so zwingend vor Augen. Mit Björk würde ich vermutlich nicht einmal eine gemeinsame Fahrstuhlfahrt aushalten – anstrengendes Wesen! -, aber ihre Musik hat sich im Lauf der Jahre ziemlich wasserfest an mich geklebt. Ist so ein verfuchstes Mischgefühl aus Abgestoßen- und Angezogensein. Zum Phänomen Devendra Banhart: Dem steht mein Geschmack ratlos gegenüber. Irgendwas Großartiges steckt darin, und irgendwas endlos Langweiliges. Ich bin über Michael Giras Label Young Gods an Banhart geraten – wie Gira, der Hohepriester des schmerzhaften Gedröhns, und der skurrile Banhart zusammengekommen sind, ist mir schleierhaft -, und nun weiß ich irgendwie nichts mit ihm anzufangen. Dass sich eine Linie von Banhart zu Newsom zieht, ist dessen ungeachtet eine schlüssige Angelegenheit. Ich war überrascht, dass Newsom auf dem selben Label zu finden ist wie die altbekannten Pavement, die herrlich schrammeligen Silver Jews und Bill Callahan mit seiner warmherzigen Nüchternheit – überrascht in dem Sinne, dass ich unter den Leuten bei Drag City vieles kenne, ausgerechnet von Joanna Newsom aber noch nie gehört hatte.
    Die Mischung aus Bibliothek, Internet und Mit-Leuten-quatschen – ja, da kommt das manchmal dann so, dass das so kommt!

  3. Mit Fiona Apple kenne ich mich (erst recht) nicht gut aus, das ist ja eine ganz andere Generation! Ich verbinde aber die Idee von – aus Sicht der Musikindustrie – „störrisch” mit ihr, und das kann ja passen. Sehr sympathisch! Wenn ich etwas nicht leiden kann, dann Stromlinienform.
    Dies kann ich über mich verraten: In meiner Welt: Was keinen Widerstand hat, existiert nicht.
    Eine Linie von Banhart zu Newsom kann ich weder bestätigen noch bestreiten, indes hat ersterer mit Cibelle zusammengearbeitet (London, London), die ich ebenfalls nicht kenne – und da ich labbrige Musik verabscheue (Bossa Nova, Jack Johnson) – Archie Shepps kratzige, beißende Interpretation von A Girl from Ipanema (Fire Music, 1965) kann ich aber gut haben – wird es mit uns nicht einfach werden, mit Cibelle und mir … Andererseits, sie ist Labelkollegin von Tuxedomoon, s. hier, und das ist doch schon eine Empfehlung.
    (Mit Björk könnte ich mir vielleicht eine Paternosterfahrt vorstellen; im Aufzug mit ihr würde ich mich beklommen und zerdrückt fühlen.)
    Du kennst Dich aber gut aus mit Musik! Die Genannten sagen mir wenig, mein Musikwissen ist eklektisch.
    Ich mach jetzt zu, muss im All In One Shop Schrippen kaufen und später über Helmut Höges Schrift Kühe was posten.

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