Rückblick und Vorschau

Mal kurz innehalten: Was hat mich 2014 im Bereich der Literatur beeindruckt, was wird mich dies Jahr weiterbegleiten? Genau lässt es sich natürlich nicht sagen und wissen, aber meine Beschäftigung mit Mallarmé und Bonnefoy werde ich auf jeden Fall fortsetzen und auch weiter ein Auge auf Michaux und Gasdanow haben. – Mallarmé, Bonnefoy, Gasdanow und auch der atemberaubende M. Blecher: alles Entdeckungen des vergangenen Jahres, das ist doch schon mal nicht schlecht. In Erinnerung geblieben sind auch die Erzählung La formica argentina von Italo Calvino (und wie auch nicht? sie ist unvergesslich), die Erzählungen von Raija Siekkinen, Wie Liebe ensteht, und die Gedichte von Michael Hamburger, The Glade and other poems; da werde ich weiterlesen. Auch Echenoz werde ich weiterlesen, aber ich kann nicht behaupten, dass 14 oder Ravel einen besonderen Eindruck auf mich gemacht hätten – lesenswerte, ‚gekonnte‘ Bücher, keine Frage, aber auch – gewollt – oberflächlich … Hingegen Imre Kertész, Detektivgeschichte … das ist ein anderes Kaliber.
Den wenigen deutschsprachigen Gegenwartsautoren, die ich las, werde ich weiter die Treue halten: Silke Scheuermann, Robert Seethaler (den ich vor Jahren bei einer Lesung aus Die weiteren Aussichten in meiner Buchhandlung kennenlernte, ein freundlicher, geerdeter Mensch – mit diesem Wissen lese ich seine Bücher noch mal so gerne), Mara Genschel (zur Buchmesse wird bei Reinecke & Voß in Leipzig ein Materialienband zu ihren Arbeiten erscheinen), Michael Fehr … Auch Ulla Lenze wird auf dem Leseprogramm stehen, die Frankfurter Verlagsanstalt kündigt einen neuen Roman an.

Was Filme oder Musik betrifft, möchte ich nicht viel sagen.
Die Stücke, die ich verlinkt habe, finde ich immer noch gut, ansonsten höre ich Radio eins vom RBB.
Ein paar Filmtitel, um das Feld zu lichten: Ninotschka (Ernst Lubitsch), Buffalo ’66 (Vincent Gallo), Holiday (George Cukor), This Must Be The Place (Paolo Sorrentino), Take this Waltz (Sarah Polley), Under the Skin (Jonathan Glazer) – alle sehenswert. Von den fünfzehn Filmen, die ich im Kino gesehen habe, fand ich her (Spike Jonze) und Boyhood (Richard Linklater) herausragend, und übrigens auch Maps to the Stars (David Cronenberg).

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