Auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg (aber von wo war es der Rückweg, und wann?) verlief ich mich ordentlich, verwechselte irgendwie Wilmersdorf und Wedding oder etwas in der Art, kam aber schließlich am Volkspark aus, der sagt mir was. Übrigens hatte ich keine Eile.
In der Dingsbumsstraße Höhe S-Bahn Rathaus Schöneberg, da wo der vergoldete Hirsch emporragt, sah ich in einiger Entfernung ein Eichhörnchen über die Straße huschen. Als ich auf seiner Höhe war, hockte es erratisch auf einem Mäuerchen mit einer Walnuss im Maul. Ich freue mich immer über Tiere in der Stadt. Das Eichhörnchen blieb still und starr. Ich lief weiter die Belziger hoch.

Gelesen habe ich auch, nicht viel, aber ich achte darauf, jeden Tag zu lesen. In der U-Bahn habe ich stets ein Buch dabei, keineswegs als einziger. Die meisten machen aber mit ihren Smartphones und iPads rum, es ist eine Nährlösung, ohne die sie den Tag nicht durchhalten. Ständig müssen sie mit ihren Händen darin patschen, sonst, ja sonst? Es muss für sie etwas Existentielles sein, dabei ist es nur etwas Akzidentielles, oder? Nimmt man’s weg, ist ihr Wesen davon unberührt. Es bricht nichts ab. Aber vielleicht stimmt das nicht.
Bücher sind auch ein Medium … Ich meine aber, dass sie etwas elementar Menschliches darstellen. Menschen haben in uralten Zeiten Bilder und Zeichen in Höhlenwände geritzt. Schrift ist eine anthropologische Konstante, in Buchstaben, Kritzeleien, Rauchzeichen.

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