Albert Ayler

Das Anhören von Albert Aylers sensationeller Interpretation (1963) von George Gershwins „Summertime” bestärkt mich in meinem Wunsch, mich dies Jahr (beginnend mit diesem Jahr) ausführlicher mit Black Music im allgemeinen und Free Jazz im besonderen zu befassen. Ich habe keinen genauen Plan, werde mich aber sicher auf Ornette Coleman, Albert Ayler, Eric Dolphy, John Coltrane, Archie Shepp, Sun Ra, das Art Ensemble of Chicago stürzen … – und wer mir sonst noch über den Weg läuft.

Albert Ayler, Summertime

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3 Kommentare zu “Albert Ayler

  1. Hab kurz ‚reingehört in Aylers – das ist Musik für sonnengetränkte Wiesen unter schattigen Bäumen – Volkspark? – mit viel Muße. Allenfalls beim Bügeln ging’s auch, in kleinen Dosen. Sonst liegt mir Blues doch näher. Man muss sich Free Jazz widmen mit Haut und Haar. Man muss sich darin verlieren, wie mir scheint. Vielleicht lauert eine Furcht, Kontrolle zu verlieren … Ich behalte immer gerne den Kopf.

  2. Interessant! Ich empfinde es gar nicht als schwierig. Für mich ist das eine große, mächtige Klangrede, und indem ich einfach höre, was Ayler und seine Combo sagen, verstehe ich sie auch.

    Ganz nützlich, was Kommentator DarkeningSkies1 schreibt (Du kannst es unterhalb des Videos lesen):
    „Having tried to get fellow jazz fans into ‚Spiritual Unity’ (my personal favorite), I agree that the ’standard‘ backing works pretty well for Albert. He is as unconventional and passionate as ever, but the grounding keeps it in context to a degree that would make ‚trad‘ jazz fans a little more comfortable.”

    Tatsächlich sind z. B. das Klaviersolo (ab 4:10 Minuten) und das Bassolo (ab 5:15 Minuten) ganz ‚klassisch‘. Was den Hörer/die Hörerin vor den Kopf stoßen mag, ist die wuchtige Emotionalität des Ayler’schen Spiels, die, gerade weil er hier nicht mit seinen Free Jazz-Kumpels aus der Gruppe von Cecil Taylor (p) spielt, sondern mit arglosen dänischen Musikern, die alle eine ganz andere Kirche besuchen, besonders gut kommt.

    Ich behalte auch gerne den Kopf, das verstehe ich, aber er ist nicht immer gefragt, weswegen ich üben möchte, ihn auch mal abzugeben, im Vertrauen, dass er wieder zurückfindet und ich in der Zwischenzeit nicht verloren gehe.

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