Ad ogni morte di papa

Ad ogni morte di papa – die italienische Variante von „alle Jubeljahre”: jedes Mal, wenn ein Papst stirbt.

Heute, am letzten Tag des Pontifikats von Papst Benedikt XVI., müsste man sich eigentlich noch mal „Habemus Papam” von Nanni Moretti angucken – nur die erste Häfte, der Rest ist für die Tonne.

Gestern sahen wir in kleiner Runde „Die Zeit die bleibt” von François Ozon, darin ging es um einen anderen, endgültigen, Abschied. Gut gemacht, wenig erhebende Anblicke allerdings, Schlaglichter auf eine dunkle, verzweifelte Sexualität. Die Erzählung der Krankengeschichte wiederum gnädig.
Den Hauptdarsteller, Melvil Poupaud, kannte ich aus Eric Rohmers „Sommer”, einen gewohnt geschwätzigen Film des Regisseurs (der allerdings den Vorzug hatte, dass Amanda Langlet mitspielte). Poupaud hat seine Rolle glaubwürdig verkörpert. Ich las, der Regisseur habe ihn während der Dreharbeiten planmäßig ‚verkommen‘ lassen, beispielsweise indem er ihn seine Mahlzeiten allein zu sich nehmen ließ, isoliert von der Crew.
In Erinnerung wird mir das deformierte Gesicht von Jeanne Moreau bleiben, und das scheu-verlegene Antlitz von Valeria Bruni-Tedeschi. (Ich liebe Valeria Bruni-Tedeschi – im gleichen Maße, wie mir ihre Halbschwester schnuppe ist.)

PS. Steinbrücks Bemerkung über die „zwei Clowns”, die die Wahl in Italien gewonnen hätten – ich finde sie treffend und witzig. Merkel, die Schabracke, hat in all den Jahren ihrer Kanzlerschaft kein einziges witziges Wort zustande gebracht. Wäre das nicht ein Grund zur Aufregung?

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2 Kommentare zu “Ad ogni morte di papa

  1. Natürlich hast Du recht, dass wir auch nicht unbedingt ein Schmuckstück an Strahlkraft an unserer Staatsspitze haben. Gleichwohl finde ich es doch bedenklich, wenn einem Staatsmann in spe so eine kapitale Dummheit unterläuft. Dass man die Italiener nicht wählen lassen sollte, ist ja nun ein offenes Geheimnis; dieses den Italienern aber ins Gesicht zu posaunen? Ein Verhalten, finde ich, dass eines Clowns würdig ist, der in erster Linie auf seine Narrenfreiheit vertraut.

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